Hämangiome im Kindesalter
Datum: 10.Januar 2004
Thema: Kinderheilkunde


Rainer Grantzow
Hämangiome im Kindesalter
sind gutartige Gefäßtumore, die angeboren sind bzw im frühen Säuglingsalter entstehen können. Sie sind in der kinderärztlichen Sprechstunde häufig anzutreffen. Die Häufigkeit der oberflächlich gelegenen "klassischen Hämangiome" werden mit 2% angegeben, aber auch Angaben bis zu 10 % werden angeführt. Bei ehemaligen Frühgeborenen ist die Anzahl um ein Vielfaches höher. Man nimmt an, dass die Reifung des Gefäßsystems auch nach der Geburt noch nicht gänzlich abgeschlossen ist.

In den ersten Wochen können die oberflächlichen Hämangiome größer werden, erreichen dann nach einigen Monaten einen Stillstand des Wachstums , um in den darauffolgenden Monaten und Jahren abzublassen und bindegewebig sich zu verändern.
In den letzten Jahren wird zunehmend ein aktives operatives Vorgehen propagiert, insbesondere bei kosmetisch unschönen Hämangiomen im Gesicht, die teils das Gesichtsfeld einschränken. Dies gilt gleichermaßen auch für hartnäckige und entstellende Hämangiome im Lippen- und Nasenbereich, bei denen die spontane Rückbildungstendenz sich meist sehr langsam vollzieht oder ganz ausbleibt.
In erfahrenen und spezialisierten Zentren der kosmetischen Chirurgie werden mittels verfeinerter Operationstechnik und dem zunehmenden Einsatz der modernen
Lasertherapie kosmetisch sehr schöne Erfolge gesehen. Eine zusammenfassende Abhandlung der kindlichen Hämangiome und ihre Behandlung wird in der beigefügten PDF- Datei aus dem Hauner Journal 4/2000vorgestellt. Autor ist Prof. R. Grantzow, Leiter der kinderchirurgischen plastischen Abteilung an der Universitätskinderklinik in München .

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